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Alt Art, Full Art & Secret Rare: Moderne Raritäten bei Pokémon und One Piece bewerten

Geo.Store Team · Ratgeber-Redaktion· 09.10.2026· 6 Min. Lesezeit

ex, VMAX, Illustration Rare, Gold Secret oder Manga Rare: Moderne Sets haben viele Raritätsstufen, und genau die entscheiden über den Preis. So erkennst du die Stufe an Nummer und Druckbild, worauf du beim Zustand achten musst und was die Karten im Ankauf bringen.

Zwei Karten aus demselben Set, dasselbe Pokémon, derselbe Name – und trotzdem liegt zwischen ihnen ein Faktor 20 im Preis. Der Unterschied steckt in der Raritätsstufe. Moderne Pokémon-Sets drucken ein und dasselbe Motiv in bis zu fünf Varianten, One Piece macht es mit Parallel, Alternate Art und Manga Rare ähnlich. Wer das Muster kennt, findet die wenigen teuren Karten in einem Stapel in Minuten statt in Stunden. Hier bekommst du die Sortierlogik, die Erkennungsmerkmale und eine realistische Einschätzung, was die Stufen im Ankauf bedeuten.

Kassenbereich im Geo.Store

Warum die Raritätsstufe mehr zählt als das Motiv

Beliebte Pokémon wie Glurak, Pikachu oder Mew treiben den Preis, aber nur in Kombination mit einer hohen Raritätsstufe. Eine normale Glurak-Karte aus einem aktuellen Set ist oft im niedrigen einstelligen Bereich unterwegs, die Special Illustration Rare desselben Sets kann deutlich dreistellig liegen. Grund ist die Druckmenge: Die hohen Stufen tauchen nur in einem Bruchteil der Booster auf.

Deshalb lohnt sich beim Sortieren der Blick auf drei Dinge: Kartennummer, Druckbild und Rahmen. Alles andere – Name, Typ, Attacken – sagt über den Wert wenig aus.

Die Raritätsstufen moderner Pokémon-Sets

Doppelt seltene Karten: ex, V, VMAX, VSTAR

Das sind die Karten mit dem großen Pokémon im regulären Rahmen, Artwork innerhalb des Bildfelds. Sie tragen zwei schwarze Sterne (Doppelt Selten) oder das klassische Ultra-Rare-Symbol. Sie sind die häufigste „starke“ Karte in einem Set und liegen preislich meist im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich. Ausnahmen gibt es, wenn eine Karte im Turnierspiel gefragt ist.

Full Art und Ultra Rare

Hier füllt das Artwork die ganze Karte, der Rahmen ist texturiert, Trainer sind oft als ganze Figur abgebildet. Full-Art-Supporter mit beliebten Charakteren halten ihren Wert häufig besser als Full-Art-Pokémon, weil sie weniger nachgedruckt werden.

Illustration Rare und Special Illustration Rare

Die am stärksten gesuchte Gruppe. Illustration Rare (IR) zeigt das Pokémon in einer gemalten Szene, oft mit Landschaft, Menschen oder Alltagssituationen. Die Special Illustration Rare (SIR, früher umgangssprachlich „Alt Art“) ist dieselbe Idee auf einer ex- oder V-Karte, mit Textur und kräftigem Glanz. SIRs sind in vielen Sets die teuerste reguläre Karte überhaupt.

Erkennungsmerkmal: Die Kartennummer liegt über der Setgröße. Steht unten „198/165“, hast du eine Karte, die nach der regulären Nummerierung kommt – also eine der hohen Stufen.

Hyper Rare, Gold und Secret Rare

Komplett goldene Karten oder Rainbow-Varianten sitzen ganz am Ende der Nummerierung. Sie sind selten, aber nicht automatisch teuer: Goldene Trainer- und Item-Karten sind oft günstiger als eine Illustration Rare desselben Sets, weil die Nachfrage kleiner ist. Verlass dich hier nicht auf das Bauchgefühl, sondern auf den tagesaktuellen Wert.

Reverse Holo, Poké-Ball- und Masterball-Muster

Ein Glitzermuster allein macht noch keine Seltenheit. Reverse Holos aus Standardsets sind in der Regel Bulk. Anders sieht es bei Spezialmustern aus, etwa dem Masterball-Muster in bestimmten Sets: Die liegen deutlich über dem normalen Reverse Holo. Prüfe das Muster im Hintergrund, nicht nur den Glanz.

One Piece: Parallel, Alternate Art und Manga Rare

Beim One Piece Card Game läuft die Logik ähnlich, nur mit anderen Namen. Die reguläre Super Rare oder Leader-Karte ist die Basisversion. Daneben gibt es Parallel- beziehungsweise Alternate-Art-Versionen mit randlosem Artwork und stärkerer Veredelung – das sind die Karten, die Sammler suchen. Ganz oben stehen die Manga Rares mit dem schwarz-weißen Panel-Look; sie sind in vielen Sets die Spitze der Preisliste.

Achte auf den Code unten links (zum Beispiel OP01-001) und darauf, ob das Bild über den Rahmen hinausläuft. Gleicher Code, anderes Artwork heißt: andere Variante, anderer Preis. Promos aus Turnieren oder Events haben eigene Kürzel und können ebenfalls stark auseinanderliegen.

So sortierst du einen Stapel in 15 Minuten

  1. Alle Karten mit randlosem oder über den Rahmen laufendem Artwork heraussuchen.
  2. Bei den restlichen Karten die Nummer prüfen: Liegt die erste Zahl über der zweiten, kommt die Karte auf den gleichen Stapel.
  3. Texturierte Oberflächen ertasten – Full Arts, IRs und SIRs fühlen sich geriffelt an, reguläre Holos sind glatt.
  4. Goldene und Rainbow-Karten separat legen.
  5. Der Rest ist meist Bulk oder niedrige Einzelwerte.

Diesen Stapel kannst du anschließend Karte für Karte im Preis-Check nachschlagen, ohne etwas verkaufen zu müssen. Die Werte stammen aus dem Cardmarket-Preisguide und ändern sich laufend.

Zustand zählt bei hohen Raritäten doppelt

Je teurer die Karte, desto härter schlagen Mängel durch. Bei einer Karte im einstelligen Bereich kostet eine leichte Kantenabnutzung wenige Cent, bei einer SIR im dreistelligen Bereich schnell einen zweistelligen Betrag.

Worauf du bei modernen Raritäten besonders achten solltest:

  • Silbrige Kanten: Dunkle Full Arts und Alt Arts zeigen hellen Abrieb an den Rändern sofort. Halte die Karte schräg ins Licht.
  • Oberflächenkratzer: Texturierte Karten sind empfindlich. Feine Kratzer siehst du nur im Streiflicht.
  • Centering: Bei randlosen Artworks fällt ein schiefer Druck weniger auf, bei Full Arts mit Rahmen dafür umso mehr.
  • Dellen: Ein Fingerdruck auf der Folie bleibt dauerhaft sichtbar.

Steck solche Karten direkt in eine Penny Sleeve und einen Toploader oder eine Kartenhülle mit Magnetverschluss. Das kostet wenig und schützt einen Großteil des Werts.

Was die Raritätsstufe im Ankauf bedeutet

Wir bewerten jede Karte einzeln. Grundlage ist der Marktwert aus dem Cardmarket-Preisguide im Schnitt der letzten sieben Tage sowie das günstigste EU-Listing im jeweiligen Zustand, bei englischen Karten zusätzlich TCGplayer. Graded Karten und High-End-Einzelstücke bewerten wir anhand tatsächlicher eBay-Verkäufe.

Ausgezahlt werden mindestens 70 Prozent und bis zu 90 Prozent des Marktwerts, gestaffelt nach Wert – hohe Raritäten landen also im oberen Bereich der Staffel. Die genaue Staffel und die festen Stückpreise für geringwertige Karten findest du unter Konditionen.

Praktisch heißt das: Es lohnt sich, die Spitzenkarten einzeln über das Sofort-Angebot einzugeben und den Rest als Bulk mitzuschicken. Du musst nicht jede Common eintippen.

Ablauf, wenn du verkaufen willst

Karten im Sofort-Angebot eingeben, Zustand wählen, Angebot ansehen. Der Versand läuft kostenlos per DHL-Label, auch ohne Drucker über einen QR-Code in der Filiale. Nach Eingang prüfen wir in der Regel innerhalb von ein bis zwei Werktagen. Passt alles, geht die Auszahlung per Überweisung oder PayPal innerhalb von 24 Stunden nach Annahme raus. Weicht ein Zustand von deiner Angabe ab, bekommst du ein Gegenangebot mit Begründung je Karte; lehnst du ab, schicken wir kostenlos zurück.

Wer in der Nähe wohnt, kann die Karten auch persönlich im Geo.Store in der Hollerstraße 47-63 in Büdelsdorf abgeben (Mo–Fr 12–20 Uhr, Sa 10–21 Uhr) und sich bar auszahlen lassen.

Häufige Fragen

Ist eine goldene Karte immer wertvoller als eine Alt Art?

Nein. Gold- und Rainbow-Karten sind selten, aber die Nachfrage ist oft kleiner als bei Illustration Rares mit beliebten Pokémon. In vielen Sets ist die SIR die teuerste Karte, nicht die goldene. Schlag beide im Preis-Check nach, bevor du sortierst.

Woran erkenne ich eine Special Illustration Rare sicher?

An drei Merkmalen gleichzeitig: Kartennummer über der Setgröße, Artwork füllt die gesamte Karte, Oberfläche ist spürbar texturiert. Fehlt eines davon, handelt es sich meist um eine niedrigere Stufe.

Lohnt sich Grading bei modernen Alt Arts?

Nur bei Karten, die makellos aus dem Booster kamen und deren Wert hoch genug ist, dass die Grading-Kosten und die Wartezeit sich rechnen. Bei sichtbarem Kantenabrieb oder Kratzern bringt ein mittleres Grade selten mehr als der direkte Verkauf.

Was mache ich mit einer großen Sammlung voller moderner Sets?

Dann musst du nichts einzeln eintippen. Über Sammlung einsenden schickst du alles zusammen ein, wir sichten und machen dir ein Angebot für das Gesamtpaket inklusive der Spitzenkarten.


Wenn du die hohen Raritäten aussortiert hast, gib sie im Sofort-Angebot ein oder schau dir vorher im Preis-Check die aktuellen Werte an. Bei Fragen zu einzelnen Varianten erreichst du uns telefonisch unter 04331 4590099 oder über das Kontaktformular auf der Website.

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