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Pokémon-Sets im Überblick: Welche Serien im Ankauf gefragt sind

Geo.Store Team · Ratgeber-Redaktion· 18.10.2026· 6 Min. Lesezeit

Von Schwert & Schild bis Karmesin & Purpur: Welche Pokémon-Serien im Ankauf gefragt sind, wie du das Set deiner Karte bestimmst und welche Faktoren den Preis wirklich nach oben ziehen.

Zwei Karten, gleiches Pokémon, gleicher Zustand – und trotzdem liegen beim Ankauf Welten dazwischen. Der Grund ist fast immer das Set. Wie viele Booster von einer Serie geöffnet wurden, wie stark die Chase-Karten begehrt sind und wie lange ein Set schon aus dem Druck ist, entscheidet über den Marktwert. Wenn du deine Sammlung verkaufen willst, hilft dir ein grober Überblick über die Serien enorm: Du erkennst schneller, wo sich genaues Hinschauen lohnt und was einfach Bulk ist.

Geo.Store in Büdelsdorf von außen

Warum das Set so viel über den Preis sagt

Der Marktwert einer Karte entsteht aus Angebot und Nachfrage. Beides hängt direkt am Set:

  • Druckmenge: Sets, die lange im Handel waren und stark nachgedruckt wurden, sind heute reichlich vorhanden. Karten daraus bleiben günstig, selbst wenn sie selten aussehen.
  • Chase-Karten: Jedes Set hat ein paar Motive, die Sammler wirklich jagen. Sie ziehen den gesamten Set-Preis nach oben, der Rest bleibt oft im Cent-Bereich.
  • Verfügbarkeit heute: Ist ein Set aus dem Druck, gibt es nur noch das, was bereits geöffnet wurde. Das sorgt über Jahre für langsam steigende Preise bei den gefragten Karten.
  • Spielrelevanz: Solange Karten im aktuellen Turnierformat legal sind, kaufen Spieler sie. Fällt ein Set aus der Rotation, bleibt meist nur noch die Sammlernachfrage.

Für unser Sofort-Angebot ziehen wir den Marktwert aus dem Cardmarket-Preisguide (Durchschnitt der letzten sieben Tage, günstigstes EU-Listing je Zustand), bei englischen Karten zusätzlich TCGplayer. Das heißt: Was eine Karte aus Set X heute bringt, steht nicht in einer alten Liste, sondern ergibt sich tagesaktuell. Einzelne Werte kannst du jederzeit im Preis-Check nachschlagen, ohne etwas zu verkaufen.

So findest du heraus, aus welchem Set deine Karte stammt

Bei modernen Karten steht unten links oder rechts die Kartennummer, zum Beispiel „125/198“, daneben das Set-Symbol und bei englischen Karten ein dreistelliges Set-Kürzel. Deutsche Karten tragen seit einigen Jahren ebenfalls Set-Codes. Findest du das Symbol nicht zuordenbar, hilft die Kombination aus Kartennummer, Jahreszahl im Copyright und Illustratorname beim Suchen auf cardmarket.com.

Bei älteren Karten aus den 90ern fehlt das Symbol teilweise ganz. Dort hilft das Copyright-Jahr und die Gesamtzahl der Karten unten rechts. Secret Rares haben eine Nummer, die über der Set-Größe liegt, etwa „201/198“ – ein erstes Signal, dass du genauer hinsehen solltest.

Die Serien im Schnelldurchlauf

Karmesin & Purpur (ab 2023)

Die aktuelle Ära mit den „ex“-Karten. Hier sind viele Karten frisch im Umlauf, entsprechend moderat sind die Preise für Standard-Rares. Spannend sind Special Illustration Rares und beliebte Motive wie Glurak. Weil die Sets spielrelevant sind, gibt es zusätzlich Nachfrage von Turnierspielern nach bestimmten Nicht-Holo-Karten. Sammelsets wie „151“ laufen hier etwas aus der Reihe und halten sich stabil.

Schwert & Schild (2020 bis 2022)

Die Ära mit V, VMAX und VSTAR, ab 2020 getragen von einem starken Nachfrageschub. Viele Sets wurden deshalb in großen Mengen gedruckt, was die Masse günstig hält. Gleichzeitig stecken hier einige der gefragtesten modernen Karten überhaupt: Alternate Arts aus den späten Sets, Eeveelution-VMAX aus „Drachenwandel“ oder die Trainer-Galerie-Karten. Wer eine Sammlung aus dieser Zeit hat, sollte die Alt Arts einzeln prüfen – dort liegen oft zwei- bis dreistellige Werte, während der Rest Bulk ist.

Sonne & Mond (2017 bis 2019)

GX-Ära mit Full Arts, Rainbow Rares und den Secret Rares am Setende. Die Preise sind gemischt: Viele Rainbow Rares sind deutlich gefallen, einzelne Motive und die „Hidden Fates“-Shiny-Karten halten sich dagegen gut. Auch hier gilt: Nicht die Rarität allein zählt, sondern das Motiv.

XY (2014 bis 2016)

EX-Karten, Full Arts und die ersten Secret Rares mit Goldrahmen. „Evolutions“ als Jubiläumsset ist ein Sonderfall und hat eigene Sammlerfans. Sonst sind die Preise überschaubar, mit Ausnahme bekannter Motive und sehr gut erhaltener Karten.

Schwarz & Weiß und früher

Je weiter zurück, desto stärker zählt der Zustand. Karten aus den frühen 2000ern liegen selten in Near Mint vor, weil sie gespielt wurden. Eine Full Art aus dieser Zeit in sehr gutem Zustand kann deutlich mehr bringen als dieselbe Karte mit weißen Kanten. Die ganz frühen Sets aus den 90ern sind ein eigenes Thema und hängen fast komplett am Zustand.

Sondersets und Jubiläen

Sets wie Jubiläumsausgaben, Shiny-Sets oder Boxen mit exklusiven Promos laufen meist nur kurz und begrenzt. Sie werden nicht ewig nachgedruckt, was die begehrten Karten daraus stabil hält. Wenn du so ein Set komplett oder sogar versiegelt hast, lohnt sich eine separate Bewertung.

Was den Wert innerhalb eines Sets nach oben zieht

Unabhängig von der Serie wiederholen sich dieselben Treiber:

  1. Beliebtes Pokémon. Glurak, Pikachu, Mewtu und die Eeveelutions ziehen in fast jedem Set.
  2. Aufwendige Illustration. Alternate Arts und Special Illustration Rares schlagen klassische Full Arts meistens deutlich.
  3. Geringe Pull-Rate. Karten am Ende der Nummerierung sind seltener zu ziehen.
  4. Zustand. Bei Karten mit schwarzem Rahmen fallen Kantenabrieb und Dellen sofort auf. Near Mint ist hier der Unterschied zwischen vollem und reduziertem Preis.
  5. Sprache. Je nach Set verkauft sich Englisch oder Deutsch besser. Das schwankt und wird bei uns je Karte berücksichtigt.

Typische Fehleinschätzungen

  • „Alt ist automatisch wertvoll.“ Viele Sets aus den 2000ern wurden in riesigen Mengen gedruckt. Alter allein reicht nicht.
  • „Holo heißt teuer.“ Reverse Holos sind in fast jedem Booster drin und zählen meist zum Bulk.
  • „Das ganze Set ist viel wert.“ Der Wert konzentriert sich fast immer auf eine Handvoll Karten. Eine vollständige Sammlung ist schön, bringt aber selten einen Aufschlag auf die Summe der Einzelkarten.
  • „Spielkarten sind wertlos.“ Stimmt nicht immer. Gefragte Supporter und Spezial-Energien aus aktuellen Formaten haben eine eigene Nachfrage.

So gehst du beim Verkauf vor

  1. Nach Sets sortieren. Lege Karten aus einer Serie zusammen. Das macht das Nachschlagen schneller, weil du dich an einer Nummerierung entlanghangeln kannst.
  2. Die Spitzen herausziehen. Alles, was Alt Art, Full Art, Secret Rare oder Gold ist, kommt in einen eigenen Stapel. Diese Karten tippst du einzeln im Sofort-Angebot ein.
  3. Zustand ehrlich prüfen. Karte gegen Licht kippen, Kanten und Ecken ansehen. Je genauer du einstufst, desto eher passt das Angebot nach der Prüfung.
  4. Rest als Bulk behandeln. Commons, Uncommons und Reverse Holos laufen zu festen Stückpreisen, nachzulesen unter Konditionen.
  5. Große Mengen einfach einsenden. Wenn du mehrere tausend Karten hast, musst du nichts eintippen: Über Sammlung einsenden schickst du alles mit kostenlosem DHL-Label ein und bekommst nach der Sichtung ein Angebot.

Häufige Fragen

Kauft ihr auch komplette Sets als Ganzes an?

Wir bewerten die Karten einzeln und rechnen zusammen. Ein vollständiges Set bringt also genau das, was seine Karten wert sind. Vorteil für dich: Du siehst im Angebot, welche Karte welchen Anteil ausmacht.

Woran erkenne ich, ob mein Set noch gedruckt wird?

Ein grober Anhaltspunkt ist die Verfügbarkeit im Handel. Liegen Displays noch regulär in Läden, ist das Set aktiv. Sobald die Preise für versiegelte Ware anziehen, ist der Druck meist beendet.

Lohnt es sich, auf steigende Preise zu warten?

Das lässt sich nicht seriös vorhersagen. Preise können steigen, aber auch über Jahre seitwärts laufen. Wenn du verkaufen willst, hilft der Blick auf den aktuellen Trend im Preis-Check mehr als eine Prognose.

Was passiert, wenn ich den Zustand falsch eingeschätzt habe?

Wir prüfen jede Karte nach Eingang, meist innerhalb von ein bis zwei Werktagen. Weicht etwas ab, bekommst du ein Gegenangebot mit Begründung je Karte. Lehnst du ab, geht alles kostenlos zurück.

Nächster Schritt

Sortier deine Karten nach Sets, zieh die auffälligen Motive heraus und schlag sie nach. Einzelwerte findest du im Preis-Check, ein verbindliches Angebot je Karte bekommst du unter Karten verkaufen. Für große Bestände ohne Lust auf Tipparbeit gibt es den Weg über Sammlung einsenden. Wie viel Prozent vom Marktwert wir je Wertstufe zahlen, steht offen in den Konditionen. Fragen beantworten wir telefonisch unter 04331 4590099 oder du kommst direkt im Geo.Store in Büdelsdorf vorbei.

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