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EX, GX, V, VMAX, VSTAR und ex: Welche Pokémon-Mechaniken im Ankauf zählen

Geo.Store Team · Ratgeber-Redaktion· 16.10.2026· 7 Min. Lesezeit

ex in Kleinbuchstaben, EX in Großbuchstaben, GX, V, VMAX, VSTAR – und seit 2023 wieder ex: Die Sondermechaniken bei Pokémon verwirren beim Sortieren. Hier erfährst du, welche Ära hinter welchem Kürzel steckt, warum die Mechanik allein nichts über den Wert sagt und worauf wir im Ankauf wirklich schauen.

Wer eine Sammlung aus den letzten zwanzig Jahren sortiert, stolpert über eine Buchstabensuppe: ein „ex“ in Kleinbuchstaben, ein „EX“ in Großbuchstaben, dazu GX, V, VMAX, VSTAR und seit 2023 wieder ex. Viele gehen davon aus, dass jede dieser Karten automatisch wertvoll ist, weil sie groß, glänzend und selten im Booster war. In der Praxis ist die Spanne riesig: Manche dieser Karten gehören zu den teuersten Karten moderner Sets, andere liegen knapp über Bulk-Niveau. Dieser Ratgeber ordnet die Mechaniken zeitlich ein und zeigt dir, woran du vor dem Verkauf erkennst, in welche Gruppe deine Karte fällt.

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Welche Mechanik gehört zu welcher Ära

Die Kürzel folgen grob der Chronologie des Spiels. Wenn du sie einmal zuordnen kannst, weißt du sofort, wie alt eine Karte ungefähr ist – und das hilft beim Sortieren enorm.

  • ex (klein geschrieben, 2003–2007): Die erste Generation starker Sonderkarten, zu erkennen am kleinen „ex“ hinter dem Namen und dem meist komplett holografischen Kartenbild. Sets dieser Zeit sind unter anderem Ruby & Sapphire, EX Dragon oder EX Delta Species.
  • Lv.X, Prime, LEGEND (2007–2011): Zwischenstufen der Diamond-&-Pearl- und HeartGold-&-SoulSilver-Ära. LEGEND-Karten bestehen aus zwei Hälften, die zusammen ein Bild ergeben.
  • EX (groß geschrieben, 2012–2016): Rückkehr des Konzepts in der XY-Ära, zusätzlich mit „Full Art“-Varianten und Mega-EX-Karten.
  • GX (2017–2019): Sonne-&-Mond-Ära, erkennbar an der GX-Attacke am unteren Kartenrand. Dazu kommen Tag-Team-GX mit zwei oder drei Pokémon auf einer Karte und „Rainbow Rare“-Versionen.
  • V, VMAX, VSTAR (2020–2022): Schwert-&-Schild-Ära. V-Karten sind die Basisform, VMAX zeigt Dynamax- oder Gigadynamax-Formen, VSTAR kam zum Ende der Ära dazu. Dazu die „Alternative Art“-Varianten, die den Markt dieser Jahre geprägt haben.
  • ex (wieder klein, seit 2023): Karmesin & Purpur greift die alte Schreibweise neu auf. Hier gibt es reguläre ex, Full-Art-Versionen und Special Illustration Rares.

Achte beim Sortieren also zuerst auf Groß- und Kleinschreibung und auf das Set-Symbol unten rechts. Zwei Karten desselben Pokémon mit „ex“ können zwanzig Jahre auseinanderliegen.

Warum die Mechanik allein nichts über den Wert sagt

Eine GX-Karte ist nicht wertvoll, weil sie GX ist. Entscheidend sind drei andere Faktoren:

  1. Wie viele Karten dieser Art wurden gedruckt? Reguläre V- und ex-Karten liegen in fast jedem Display mehrfach. Alternative Arts und Special Illustration Rares sind deutlich seltener.
  2. Wie beliebt ist das Pokémon? Glurak, Pikachu, Rayquaza, Mewtu, Evoli und seine Entwicklungen ziehen über alle Ären hinweg mehr Nachfrage als zweitrangige Motive.
  3. Wird die Karte noch gespielt? Karten aus aktuell legalen Sets haben zusätzlich Turniernachfrage. Fällt ein Set aus der Rotation, verschwindet dieser Teil der Nachfrage meist schnell.

Das Ergebnis: In einem Stapel aus fünfzig V- und VMAX-Karten können ein oder zwei Karten den Großteil des Gesamtwerts ausmachen, während der Rest im niedrigen Bereich liegt. Genau deshalb lohnt es sich, nicht pauschal nach Mechanik zu bündeln, sondern die auffälligen Karten einzeln zu prüfen – zum Beispiel im Preis-Check.

Was in den einzelnen Gruppen typisch gefragt ist

ex aus 2003–2007: Diese Karten sind inzwischen Vintage. Weil sie damals viel gespielt wurden, sind saubere Exemplare selten. Der Zustand entscheidet hier stärker als bei allen jüngeren Mechaniken: Eine abgegriffene Karte und ein Near-Mint-Exemplar derselben Nummer können sehr weit auseinanderliegen.

EX und Mega EX aus der XY-Zeit: Die regulären Versionen sind meist moderat bewertet. Interessanter sind Full Arts und Secret Rares, vor allem von bekannten Motiven.

GX: Tag-Team-Karten und Rainbow Rares haben Sammlerfans. Die normalen GX-Karten aus großen Sets liegen oft im niedrigen Bereich, weil die Auflagen hoch waren.

V, VMAX, VSTAR: Die Schwert-&-Schild-Ära hatte sehr hohe Druckzahlen. Reguläre V-Karten bringen deshalb oft nur wenig. Die Ausnahmen sind Alternative Arts und die bekannten Zugpferde aus Sets wie Drachenwandel oder Flammende Finsternis.

ex seit 2023: Hier bewegt sich der Markt noch. Reguläre ex-Karten sind reichlich vorhanden, Special Illustration Rares von beliebten Pokémon liegen deutlich darüber. Werte können sich in dieser Gruppe schneller verändern als bei Vintage, weil laufend nachgedruckt und rotiert wird.

Konkrete Zahlen nennen wir bewusst nicht pauschal: Alle Werte schwanken, und wir rechnen tagesaktuell mit dem Preisguide von Cardmarket (Durchschnitt der letzten sieben Tage, günstigstes EU-Listing je Zustand). Bei englischen Karten ziehen wir zusätzlich TCGplayer heran, bei gegradeten und hochpreisigen Karten tatsächliche eBay-Verkäufe.

Zustand: Wo diese Karten typisch leiden

Sondermechaniken haben ein paar bauartbedingte Schwachstellen, die du vor dem Verkauf prüfen solltest:

  • Vollflächige Folie: Bei ex, EX und VMAX ist fast die ganze Karte holografisch. Jeder Knick und jede Druckstelle fällt im Licht sofort auf. Kippe die Karte unter einer Lampe.
  • Textur bei Full Arts: Geprägte Oberflächen zeigen Fingerabdrücke und kleine Kratzer deutlich. Fass die Karten nur an den Rändern an.
  • Kantenweiß: Schwarze oder dunkle Ränder, wie sie viele GX- und V-Karten haben, zeigen Abrieb als helle Linie. Prüfe alle vier Kanten.
  • Zentrierung: Besonders bei Alternative Arts und Special Illustration Rares achten Käufer auf gleichmäßige Ränder. Für ein mögliches Grading ist das ein zentrales Kriterium – Details zu den Maßstäben findest du bei PSA.
  • Verzug: Vollholo-Karten wellen sich bei Feuchtigkeit und Wärme leichter. Ein leichter Bogen ist häufig, ein starker Verzug wirkt sich auf die Einstufung aus.

So gehst du beim Verkauf praktisch vor

  1. Grob trennen: Lege alle Karten mit Sondermechanik beiseite. Alles andere ist in der Regel Bulk und wird zu festen Stückpreisen abgerechnet, siehe Konditionen.
  2. Innerhalb der Sondermechaniken sortieren: Zuerst die Full Arts, Alternative Arts, Rainbow und Secret Rares – also alles, wo das Bild über den Rahmen hinausgeht oder die Kartennummer über der Gesamtzahl des Sets liegt. Diese Gruppe prüfst du einzeln.
  3. Reguläre Versionen bündeln: Normale V-, GX- und ex-Karten aus großen Sets kannst du zügig durchgehen. Hier lohnt sich kein Einzelgutachten, aber ein kurzer Blick auf bekannte Motive.
  4. Hüllen drauf: Alles, was einen zweistelligen Wert haben könnte, kommt in eine Penny Sleeve, teure Karten zusätzlich in einen Toploader.
  5. Angebot einholen: Einzelkarten gibst du im Sofort-Angebot ein und siehst den Preis direkt. Wer nicht tippen will, sendet die Sammlung komplett ein – das läuft über Sammlung einsenden, das Angebot kommt nach der Sichtung.

Der Versand ist über ein kostenloses DHL-Label möglich, auch ohne Drucker per QR-Code. Wenn du in der Nähe wohnst, kannst du die Karten auch persönlich im Geo.Store in der Hollerstraße 47-63 in Büdelsdorf abgeben (Mo–Fr 12–20 Uhr, Sa 10–21 Uhr).

Häufige Fragen

Sind alle VMAX-Karten mehr wert als V-Karten?

Nein. VMAX-Karten sind pro Display seltener als V-Karten, aber die Nachfrage richtet sich nach dem Pokémon und der Kunstvariante. Eine Alternative-Art-V-Karte eines beliebten Motivs liegt regelmäßig über einer gewöhnlichen VMAX-Karte.

Woran erkenne ich, ob meine „ex“-Karte alt oder neu ist?

Schau auf den Rahmen und das Set-Symbol. Alte ex-Karten (2003–2007) haben ein gelbes Kartenlayout mit vollflächigem Holo-Hintergrund und ein Set-Symbol aus der EX-Ära. Neue ex-Karten aus Karmesin & Purpur haben ein silbernes, moderneres Layout und zusätzlich die Regelbox „Wenn dein Pokémon ex kampfunfähig wird …“.

Lohnt sich Grading bei GX- oder VMAX-Karten?

Nur selten. Die Druckzahlen dieser Jahre sind hoch, und die Bewertungskosten plus Versand übersteigen bei den meisten Karten den möglichen Aufschlag. Sinnvoll wird es erst bei gesuchten Motiven mit sauberer Zentrierung und entsprechend hohem Grundwert.

Nehmt ihr auch beschädigte Sondermechanik-Karten an?

Ja. Karten mit Knicken oder starken Kratzern werden niedriger eingestuft, bei sehr geringem Restwert laufen sie als Bulk. Du musst sie nicht vorher aussortieren – wir bewerten den Zustand bei der Prüfung und begründen jede Abweichung einzeln.

So geht es weiter

Sortiere deine Sondermechaniken nach Ära und Kunstvariante, pack die auffälligen Karten in Hüllen und hol dir ein Angebot. Preise ohne Verkaufsabsicht schlägst du im Preis-Check nach, Einzelkarten bewertest du direkt im Sofort-Angebot, und ganze Kisten gehen ohne Eintippen über Sammlung einsenden. Die Prüfung dauert nach Eingang meist ein bis zwei Werktage, die Auszahlung per Überweisung oder PayPal erfolgt innerhalb von 24 Stunden nach Annahme. Wenn dir ein Angebot nicht passt, schicken wir alles kostenlos zurück. Fragen beantworten wir telefonisch unter 04331 4590099.

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