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Pokémon-Karten der Kinder verkaufen: Leitfaden für Eltern

Geo.Store Team · Ratgeber-Redaktion· 15.09.2026· 7 Min. Lesezeit

Eine Kiste voller Pokémon-Karten im Kinderzimmer, und niemand weiß, was davon etwas wert ist. Dieser Leitfaden zeigt dir ohne Vorwissen, wie du sortierst, worauf du achtest und wann sich Einzelkarten statt Sammlungseinsendung lohnen.

Irgendwann steht die Kiste im Weg. Zwei Schuhkartons, ein paar Sammelmappen, lose Karten in Tüten – und das Kind interessiert sich inzwischen mehr für Fußball oder ein anderes Spiel. Dann kommt die Frage: Kann man das verkaufen, und ist da überhaupt etwas Wertvolles dabei? Die ehrliche Antwort lautet: Meistens besteht so eine Sammlung zu 90 Prozent aus Karten mit sehr geringem Einzelwert – und zu einem kleinen Teil aus Karten, die durchaus zwei- oder dreistellig sein können. Genau diesen kleinen Teil zu finden, ist die eigentliche Aufgabe. Dieser Leitfaden führt dich Schritt für Schritt durch, auch wenn du noch nie eine Pokémon-Karte in der Hand hattest.

Erst klären: Wem gehört die Sammlung?

Bevor du sortierst, sprich mit dem Kind. Sammlungen haben oft einen Wert, der nicht auf dem Preisguide steht: die erste Glurak-Karte, die Tauschkarte vom besten Freund, das Deck aus der Grundschulzeit. Es passiert regelmäßig, dass Kinder Jahre später fragen, wo ihre Karten sind.

Praktikabler Weg: Lass dein Kind vorher zwanzig bis dreißig Lieblingskarten aussuchen, die bleiben. Der Rest geht in den Verkauf. Wenn Geld fließt, gib einen Teil weiter – das nimmt der Sache den Beigeschmack und sorgt dafür, dass sich niemand übergangen fühlt. Bei älteren Kindern und Jugendlichen gilt ohnehin: Der Verkauf sollte gemeinsam entschieden werden, und du als Erziehungsberechtigte oder Erziehungsberechtigter wickelst ihn ab.

Was in Kinder-Sammlungen typischerweise wertvoll ist

Kinder sammeln anders als Investoren. Sie öffnen Boosterpackungen, tauschen, spielen mit den Karten und stecken sie in Mappen. Das heißt: Die Sammlung ist bunt gemischt, oft nicht in Top-Zustand, aber sie enthält Karten aus vielen verschiedenen Sets. Auf diese Gruppen solltest du achten:

  • Glänzende Karten mit großem Artwork. Karten, bei denen das Pokémon über den Rahmen hinausragt oder die vollflächig illustriert sind, sind in modernen Sets die seltensten. Stichworte auf der Karte: „ex“, „GX“, „V“, „VMAX“, „VSTAR“. Besonders Karten mit goldenem Rand oder durchgehendem Bild sind Kandidaten.
  • Beliebte Pokémon. Glurak, Pikachu, Mewtu, Evoli und seine Entwicklungen, Relaxo. Die gleiche Seltenheitsstufe ist bei diesen Motiven oft deutlich mehr wert als bei unbekannteren Pokémon.
  • Alte Karten aus den 90ern und frühen 2000ern. Erkennbar am gelben Rand mit anderem Kartenlayout, oft mit „1995, 96, 98 Nintendo“ unten. Dazu haben wir einen eigenen Ratgeber: Alte Pokémon-Karten aus den 90ern.
  • Karten mit Goldrand oder besonderer Textur. Sogenannte Secret Rares tragen eine Nummer, die höher ist als die Gesamtzahl des Sets, zum Beispiel 205/198.
  • Promokarten. Schwarzer Stern mit „PROMO“ statt einer normalen Setnummer. Manche davon sind Massenware, einzelne aber gesucht.

Und was eher nicht: normale Karten ohne Glanz, Energiekarten, Trainerkarten in Standardausführung, stark gespielte Karten mit weißen Rändern. Die zählen als Bulk und haben feste, niedrige Stückpreise. Was das konkret bedeutet, steht in unserem Artikel Bulk verkaufen und auf der Seite Konditionen.

Die häufigste Enttäuschung vorweg

Viele Eltern hören von den Rekordpreisen für alte Glurak-Karten und erwarten Ähnliches. Diese Preise gelten für sehr wenige Karten in makellosem Zustand, meist professionell bewertet. Eine typische Kindersammlung aus den letzten zehn Jahren erreicht solche Summen nicht. Das heißt nicht, dass sie wertlos ist – aber rechne realistisch. Der Gesamtwert entsteht meist aus einer Handvoll guter Einzelkarten plus dem Bulk-Anteil.

In vier Schritten sortieren – auch ohne Vorwissen

Schritt 1: Alles auf einen Tisch. Nimm die Karten aus Mappen, Boxen und Tüten. Sortiere Doppelte zusammen, das geht später schneller.

Schritt 2: Glanz-Test. Kippe die Karten unter Licht. Alles, was glänzt, spiegelt, holografisch schimmert oder eine strukturierte Oberfläche hat, kommt auf einen separaten Stapel. Das ist dein „Prüfstapel“.

Schritt 3: Alte Karten dazu. Alle Karten, deren Layout anders aussieht als die modernen (dickerer gelber Rahmen, kleineres Bildfenster, Schrift unten mit Jahreszahlen der 90er), kommen ebenfalls auf den Prüfstapel – unabhängig davon, ob sie glänzen.

Schritt 4: Zustand grob einschätzen. Schau dir die Kanten und Ecken an, halte die Karte schräg ins Licht und prüfe die Rückseite auf Knicke, weiße Stellen und Kratzer. Karten, die aussehen wie frisch aus der Packung, sind „Near Mint“. Sichtbare Abnutzung drückt den Preis deutlich. Eine genaue Anleitung findest du unter Pokémon-Karten Zustand bestimmen.

Wichtig: Reinige die Karten nicht mit Wasser, Tüchern oder Radiergummi. Das macht Oberflächen kaputt und senkt den Wert. Sortiere die Karten einfach wie sie sind.

Preise nachschlagen, bevor du entscheidest

Jetzt weißt du, welche Karten interessant sein könnten. Um Werte zu prüfen, brauchst du zwei Angaben von jeder Karte: den Namen und die Setnummer unten rechts (zum Beispiel 025/165). Dazu das Set-Symbol, das direkt daneben steht.

Mit diesen Angaben kannst du in unserem Preis-Check Karten nachschlagen, ohne etwas zu verkaufen. Die Werte stammen aus dem Cardmarket-Preisguide und werden laufend aktualisiert – Marktpreise schwanken, deshalb gilt immer der Wert am Tag der Prüfung. Für Einzelheiten zur Wertermittlung haben wir Pokémon-Karten Wert ermitteln geschrieben.

Eine Faustregel für die Praxis: Prüfe die zwanzig auffälligsten Karten. Wenn keine davon nennenswert ist, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass im Rest eine Überraschung steckt – dann lohnt sich der Aufwand für Einzelprüfung nicht mehr.

Sammlung einsenden oder Einzelkarten eintippen?

Das ist die Kernfrage für Eltern, und sie hängt vor allem an deiner Zeit.

Einzelkarten über /verkaufen

Du tippst jede Karte einzeln ein und bekommst sofort ein Angebot pro Karte. Das lohnt sich, wenn du eine überschaubare Anzahl guter Karten hast, etwa zehn bis hundert Stück. Du siehst vorab genau, was du bekommst, und kannst entscheiden, bevor du etwas verschickst. Wir zahlen je nach Wertstufe zwischen 70 und 90 Prozent des Marktwerts, gestaffelt nach Kartenwert – nachzulesen unter Konditionen.

Ganze Sammlung über /sammlung

Du packst alles ein, schickst es ohne Eintippen ein, wir sichten und machen dir ein Angebot. Das ist der Weg für die klassische Schuhkarton-Situation: mehrere tausend Karten, viel Bulk, ein paar mögliche Treffer dazwischen. Du sparst dir Stunden am Rechner. Details dazu unter Sammlung einsenden.

Die Kombination

In der Praxis ist oft beides sinnvoll: Die zehn bis zwanzig besten Karten tippst du einzeln ein, damit du hier volle Transparenz hast. Den ganzen Rest schickst du als Sammlung mit. Beides kann im selben Paket reisen – leg die Einzelkarten getrennt und beschriftet dazu.

So läuft der Verkauf praktisch ab

  1. Karten sortieren und Prüfstapel bilden.
  2. Einzelkarten unter /verkaufen eintippen oder Sammlung unter /sammlung anmelden.
  3. Karten sicher verpacken: wertvolle Einzelkarten in Schutzhüllen, dann zwischen Pappe, alles fest im Karton, damit nichts rutscht. Unsere Anleitung: Sammelkarten richtig verpacken.
  4. Kostenloses DHL-Label nutzen – auch ohne Drucker per QR-Code in der Filiale.
  5. Nach Eingang prüfen wir meist innerhalb von ein bis zwei Werktagen. Weicht der Zustand von deiner Angabe ab, bekommst du ein Gegenangebot mit Begründung je Karte. Lehnst du ab, schicken wir alles kostenlos zurück.
  6. Nach Annahme zahlen wir innerhalb von 24 Stunden per Überweisung oder PayPal aus.

Wenn du in der Nähe wohnst, kannst du die Karten auch persönlich abgeben: Geo.Store, Hollerstraße 47-63 in 24782 Büdelsdorf, Mo bis Fr 12 bis 20 Uhr, Sa 10 bis 21 Uhr. Dort ist auch Barauszahlung möglich – und Kinder dürfen mitkommen und zuschauen, wie ihre Karten geprüft werden.

Häufige Fragen

Mein Kind hat die Karten bemalt oder beschriftet. Sind die noch etwas wert?

Beschriftete, bemalte oder beklebte Karten gelten als beschädigt und werden als Bulk oder gar nicht angekauft. Ausnahmen gibt es kaum, auch nicht bei seltenen Karten. Sortiere sie aus und behalte sie als Erinnerung.

Lohnt es sich, einzelne gute Karten bewerten zu lassen (Grading)?

Bei Karten aus Kinderhänden meistens nicht. Grading kostet Geld und Wartezeit und lohnt sich nur bei hochwertigen Karten in nahezu makellosem Zustand. Karten, die in Mappen gesteckt und getauscht wurden, erreichen selten die nötige Qualität. Mehr dazu unter PSA-Grading.

Wir haben auch noch ungeöffnete Packungen gefunden. Was tun?

Ungeöffnetes Material wird getrennt bewertet und ist oft überproportional wertvoll – nicht öffnen. Wie wir Displays, Booster und Boxen einschätzen, steht in Sealed verkaufen.

Muss ich Steuern zahlen, wenn ich die Sammlung meines Kindes verkaufe?

Bei privaten Gelegenheitsverkäufen ist das in der Regel unproblematisch, es gibt aber Fristen und Freigrenzen. Eine Übersicht findest du in unserem Artikel Karten verkaufen und Steuern. Steuerberatung ersetzt das nicht.

Nächster Schritt

Fang klein an: Nimm zehn Karten vom Prüfstapel und schlag sie im Preis-Check nach. Danach weißt du, ob sich Einzelverkauf lohnt oder ob die Sammlung am Stück der bessere Weg ist. Für konkrete Sofort-Angebote je Karte geht es zu /verkaufen, die Auszahlungsstaffel steht unter Konditionen. Wenn du unsicher bist, ruf einfach an: 04331 4590099. Aktuell kaufen wir Pokémon und One Piece an.

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